der pfarrberg - weinleite

Um 1830 ließ Pastor Karl Friedrich Grundmann, Leiter des bekannten Grundmannschen Instituts, auf dem nahe gelegenen Pfarrberg einen Übungsplatz für den Turnunterricht seiner Zöglinge bauen. Dieses Areal wurde mit Laub- und Obstbäumen bepflanzt. Der Turnplatz war der erste in einem Dorf im Königreich Sachsen.

 

Ein ehemaliger Zögling und späterer Lehrer am Grundmannschen Institut hat in diesem kleinen Gedicht seine Gedanken, die er bei einem Spaziergang von Kobitzschwalde herunter nach Kloschwitz mit dem Blick auf den Pfarrberg hatte, niedergeschrieben:

 

„Weiß glänzt herauf mit spitzbetürmten Dache,

ein Häuschen dort von Bäumen grün umringt,

vom Maste weht die weiß und rote Flagge,

und lauter Jubel rings umher erklingt.

Ein Knabenheer ist dort in seinem Fache,

es klettert, schwebt und balanciert und springt,

um frisch und froh zu strecken und zu dehnen,

die auf der Schulbank eingeschrumpften Sehnen.“