Die Benjeshecke

Hecken sind ein wesentlicher Bestandteil einer alten Kulturlandschaft. Sie dienen als Nahrungs-, Brut- und Wohnstätte für zahlreiche bedrohte Arten. Die Kloschwitzer Benjeshecke wurde in einer Breite von 2-3m und einer Höhe von 1-2m aus stabil ineinander geschlichteter Baumschnittabfälle mit Initialpflanzung errichtet. Anfangs wirkt sie wie eine Hauchstaudenflur, später entsteht durch natürlichen Sameneintrag eine lebendige Hecke.

Die Einstufung als Landschaftsschutzgebiet trat am 29.01.1999 in Kraft. Die Bürgerinitiative zum Schutz von Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach e.V. errichtete in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Institutionen und landwirtschaftlichen Betrieben einen alten Querweg wieder. Dieser soll die einzelnen Biotope im Gebiet des beantragten Tagebaus vernetzen. Geplant ist der Ausbau zu einem Naturlehrpfad mit Benjeshecke, Steinlesehaufen, heimischen Vogelschutzhecken, Feuchtbiotopen und Teichen, hierbei soll auf die Trittbrettfuntion von Pöhlen und Hohlwegen für Tiere aufmerksam gemacht werden.

1999 gelang es der Bürgerinitiative, Institutionen, Gemeinden und über 200 Einzelpersonen ein Grundstück im „geplanten Tagebau“ zu erwerben, um diesen zu verhindern.

Der geplante Steinbruch konnte durch die Bürgerinitiative zum Schutz von Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach e.V. vorerst verhindert werden. Solang aber das Gestein in unserer vogtländischen Erde liegt, wird es immer das Abbaubegehren geben. Die Mitglieder bauten das geplante Abbaufeld zum Vorranggebiet für Flora und Fauna aus, dadurch verbesserte sich die botanische Artenvielfalt und es entstand ein neuer Lebensraum für viele Kleinstlebewesen. Rundum das Gebiet wurden Schutzhütten aufgestellt und Hinweisschilde angebracht.

Seit 2011 ist es zur Tradition geworden, den „Baum des Jahres“ zu pflanzen. So gedeihen heute Elsbeere, Lärche, Wildapfel, Trauben-Eiche, Feld-Ahorn, Winterlinde und seit 2017 auch die Fichte.

Im April 2016 setzte die Bürgerinitiative einen weiteren Meilenstein zur Renaturierung der

etwa drei Hektar großen Fläche. Über 50 Helfer, darunter Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU) und der Weischlitzer Bürgermeister Steffen Raab, waren mit Spaten, Schaufel, Hacke und Schubkarren auf dem Flurstück der Bürgerinitiative unterwegs. 60 junge Obstbäume wurden gepflanzt und der Grundstein für die Streuobstwiese ist gelegt. Hierbei handelt es sich um alte Obstsorten wie Kirschen, Birnen, Äpfel und Pflaumen, deren genetische Vielfalt erhalten werden soll. Die in Kloschwitz ansässigen Imker freuen sich bereits auf die Blütenpracht. Eine helfende Hand ist die Diakonie aus Weischlitz, die regelmäßig nach dem Rechten sehen.

Unter dem Motto „Zurück zur Natur“ findet alljährlich im Frühjahr eine Kräuterwanderung im Gebiet der Bürgerinitiative statt.